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| Erstes Bild vom Film* | ||
Selbstporträts | Da man nie sicher sein kann, ab wann ein herkömmlicher Fotoapparat brauchbare Bilder liefert, habe ich seit Ende 1992 bei jedem Film beim ersten/zweien mal Auslösen die Kamera auf mich selbst gerichtet, irgendwie, daraus ist inzwischen eine Sammlung merkwürdiger Selbstporträts geworden. | |
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| Unbeabsichtigte Kunst im öffentlichen Raum* | |
Es gibt verschiedene Arten Kunst hervor zu bringen. Was nahe liegt ist: Sie zu machen. Das ist immer mit Arbeit verbunden. Wobei nicht abgesichert ist, ob das Resultat denn nun Kunst sei. | |
Auf einen Grundsatz kann man sich einigen: Kunst ist immer etwas Gemachtes. | |
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Eine weitere Möglichkeit ist: Kunst per Deklaration. Das macht überhaupt keine Arbeit, man muss nur genau hinschauen, immer wieder neu entscheidungsfähig sein und diese seine Entscheidungen notfalls verteidigen können. | |
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Mein Beispiel: Leute hängen ihre Wäsche zum Trocknen auf. Draußen: Vorm Haus, hinterm Haus, in Gärten, Höfen, auf Balkonen. Für die nördlichen Teile Europas und den weißen Bevölkerungsteil der USA gilt dieser Satz nicht mehr, die Verbreitung des elektrischen Wäschetrockners hat diesem Brauch ein Ende gesetzt, ja – er ist so gut wie verboten. | |
![]() | Zitat aus einer hiesigen Hausordnung: |
„Wäsche auf Ihrem Balkon muß nicht immer ein wohlgefälliger Anblick für andere Menschen sein. Wenn sich schon das Wäschetrocknen auf dem Balkon nicht vermeiden lässt, hängen Sie Ihre Wäsche so auf, dass Ihre Mitmenschen diese nicht wahrnehmen. An Sonn- und Feiertagen jedoch hat Wäsche nichts auf dem Balkon verloren.“ | |
| Es wäre an der Zeit, dass sich Ethnologen für dieses Phänomen interessieren, als eine Art Volkskunst, denn in ein paar Jahren werden auch die letzten Wäsche-Installationen aus den letzten Arbeitersiedlungen Nordeuropas verschwunden sein. | |
Mittelmeerländer allerdings lassen noch hoffen, denn dort hat die Wäscheleine über der Straße schon immer zur Kultur gehört. | |
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